Kirchberg in Tirol - Brixen im Thale - Westendorf

Regionale Initiativen stärken das Bewusstsein und die heimische Wirtschaft

Unsere Zukunft liegt in der Region

Global und regional – zwei gegensätzliche Trends bestimmen das Leben im 21. Jahrhundert. Während die Globalisierung in den vergangenen Jahren die Schlagzeilen beherrschte, wird jetzt eine Gegenbewegung immer stärker: Die Menschen besinnen sich immer mehr auf regionale Stärken und Strukturen. Die große Zukunftschance für das Brixental.

Die Hinwendung zu regionalen Produkten und regionalen Strukturen wird daher immer wichtiger und hat schon lange die Nische einiger weniger Idealisten verlassen. Heute ist es eine breite Überzeugung, dass die Stärkung der Region die große Zukunftschance für unseren Lebensraum ist. Bewusstes Hinwenden zu regionalen und naturbelassenen Lebensmitteln, aber auch verstärkte Bemühungen, Naturerlebnis und Naturempfinden in unserem eigenen Lebensbereich erlebbar, begreifbar und spürbar zu machen, die Natur und die Kulturlandschaft als Einheit zu sehen. Und schließlich ist es auch die bewusste Entscheidung vieler Konsumenten, Qualitätsprodukten den Vorzug vor Massenerzeugnissen zu geben, die den regionalen Märkten einen Aufschwung beschert. Eine Reihe von Initiativen in diesen Bereichen sind in den letzten Jahren entstanden. So etwa die Brixentaler KochArt, ein Zusammenschluss von Gastronomiebetrieben, die sich nicht nur um den Einsat zvon regionalen Produkten bemühen, sondern die auch alte Rezepte und Spezialitäten aus der Region wiederentdecken. Ein Gedanke, der auch bei den „Westendorfer Naturprodukten“, einer Kennzeichnung von heimischen Produkten in der Gastronomie, erfolgreich umgesetzt wird. Auch die Kampagne „Bewusst Tirol“ vom Land, AMA Tirol und Tirol Werbung
setzt auf die Zusammenarbeit von Gastronomie und Hotellerie mit Tiroler Produzenten – etliche Brixentaler Betriebe haben sich dieser Initiative bereits angeschlossen.

Heimische Landwirtschaft im Trend


Auch die Landwirtschaft selbst setzt auf die Besinnung von Regionalität, Qualität und Bewusstseinsbildung in den eigenen Reihen: Heumilcherzeugnisse (vor allem Käsespezialitäten) sind immer stärker im Trend, ebenso die Bio-Landwirtschaft, die nach anfänglicher Skepsis vieler Bauern mittlerweile nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel ist. Auch Tierschutz und artgerechte Haltung (Freilaufställe, Bodenhaltung bei Geflügel) haben sich mittlerweile bei den meisten landwirtschaftlichen Betrieben durchgesetzt. Einen wichtigen Beitrag leisten auch die Direktvermarkter und Bauernläden (z.B. Bauernladen Kirchberg), die nicht nur ihre Produkte, sondern auch die Philosophie einer naturnahen, regionalen Landwirtschaft vermitteln. Die Sennerei Westendorf als eine der letzten Tiroler Kleinsennereien ist ebenso ein wichtiger Baustein für die Wertschätzung heimischer Produkte.

Naturerlebnis und Naturempfinden

Aber auch Naturerlebnis und Naturempfinden in der Region rücken immer mehr in den Vordergrund. So setzen gerade die Sommerattraktionen der Bergbahnen wie der Brixner Filzalmsee oder das Alpinolino Westendorf auf Naturerleben, aber auch der neue Westendorfer Wohlfühlweg und natürlich die Alpenschule bringen Kindern und Jugendlichen die Natur auf spannende Weise nahe. Naturnahe Entspannung für Groß und Klein bieten die Kneippanlagen in Aschau/Kirchberg und der Windau Wadl Weg (eine Mischung aus Naturlehrpfad und Wellnessrundgang). All das sind natürlich nicht nur lohnende Ausflüge für Gäste, sondern auch für alle Einheimischen – wie auch der Bio-Kräutergarten Obertreichl in Brixen. Oder das „Netzwerk Naturraum Brixental“. Ein Leaderprojekt, bei dem der bewusste Umgang mit der Natur im Mittelpunkt steht.

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